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  • gerolffalter

Was vor uns liegt, haben wir noch nie erlebt


Was vor uns liegt, haben wie noch nie erlebt

Am 16. September wird das Europäische Parlament eine große Debatte über die Korona-epidemie und die daraus resultierende tiefe Wirtschaftskrise führen. Wir laden Sie zur Teilnahme ein. Dies sind unbedingt historische Zeiten. Wir stehen vor dem schlimmsten wirtschaftlichen Krise seit 90 Jahren in Europa und weltweit. In diesem Jahr übergeben wir, als Belgier, als Europäer etwa zehn Prozent unseres Wohlstands. Und dann haben wir das Corona-Virus noch nicht überwunden. Was sind die Herausforderungen? Die Korona-epidemie selbst natürlich Das Virus, das unsere Gesellschaft lähmt, ist immer noch unter uns. Wir hoffen auf einen Impfstoff in der ersten Hälfte des nächsten Jahres. Bis dahin nagt die Unsicherheit, können wir nicht zu unserer normalen Existenz zurückkehren, bleiben gewaltige Herausforderungen: - Wie bekommen wir diesen Impfstoff so schnell wie möglich? - Wie werden wir es so schnell wie möglich auf 8 Milliarden Menschen verbreiten? - Wie halten wir bis dahin ein Gleichgewicht zwischen der Verhinderung von Infektionen und dem Risiko einer totalen Störung der Wirtschaft? - Wie vermeiden wir das Chaos an den europäischen Binnengrenzen der letzten Monate? Die wirtschaftliche Herausforderung ist noch größer Zehn Prozent Wohlstandsverlust bedeuten, dass wir alle, Unternehmen, Banken, Einzelpersonen, sehr vorsichtig mit unserem Geld umgehen und sparen werden. In einem Ausmaß, dass sich die Krise verschlimmert: Weil jeder spart, muss jeder noch mehr sparen. Genau deshalb haben alle Regierungen neue Schulden aufgenommen, um der Wirtschaft Geld zu geben. Um den Einkommensverlust abzumildern und später auch die Wirtschaft mit neuen Investitionen wieder in Schwung zu bringen. Auch Europa tut dies auf eine noch nie dagewesene Weise. Dafür sind mindestens 400 Milliarden Euro Neuverschuldung erforderlich. Das ist wenig in Bezug auf die europäische Wirtschaft, aber immerhin das Zweieinhalbfache des europäischen Jahresbudgets. Wie soll es optimal genutzt werden, wer wird es später auszahlen, darum geht es in der unglaublich intensiven politischen Debatte. Weil die Operation sowohl eine unvermeidliche Notwendigkeit als auch ein gigantisches Glücksspiel ist.

Ist dies die Zeit für eine Begrünung Europas? Schon vor der Krise wollte Europa die Führung übernehmen, um den Klimawandel zu reduzieren. Weil Sie neue Technologien entwickeln, die Gesundheit von Mensch und Natur verbessern, wir weniger von Öl abhängig werden und wir langfristig erhebliche Einsparungen bei Ihrer Energiekosten erzielen. Weil wir sowieso investieren müssen und weil das Überleben des Planeten auf dem Spiel steht, sollten wir das Geld, das jetzt massenhaft in den Wirtschaft investiert wird, für die Green Deal nützen, sagen Befürworter. Andere wollen auch investieren, wollen aber nicht alle Eier in einem Korb. Die digitale Revolution, die künstliche Intelligenz und die alternde Infrastruktur Europas erfordern ebenfalls Geld. Wer wird am Ende recht haben? Schließlich gibt es eine tiefere Frage: Vertrauen wir immer noch dem Rest der Welt? Bis Anfang dieses Jahres war die Welt offen: Handel, Reisen über das Internet. Corona lehrte uns, dass Viren auch reisen, dass wir für Mundmasken auf China angewiesen sind, dass in Krisenseiten jedes Land das ‚jeder für sich‘ pflegt. Was machen wir damit? Sollten wir strategische Bestände an medizinischen Geräten in Europa aufbauen? Es gibt Stimmen, um den Handel mit anderen Kontinenten stärker einzuschränken: mit Klima- und Umweltstandards, mit Steuervorschriften und mit Einbeziehung der Auswirkungen auf jede Region in der Europäischen Union? Ist der interkontinentale Freihandel zum Scheitern verurteilt? Werden wir noch jemals in der Lage sein, so einfach und ohne Sorgen auf die andere Seite der Welt zu reisen? Das sind also die größten Herausforderungen für Europa in den kommenden Monaten. - Sollten wir gemeinsam mit ganz Europa gegen die Korona vorgehen, oder funktioniert das nicht? - Mildern wir die Krise mit Schulden für die nächsten Generationen oder nicht? - Ist es wichtiger als der Rest, in den Kampf gegen das Klima zu investieren? - Sollten wir beim Welthandel vorsichtiger werden oder ihn weiter ausbauen? Darum geht es am 16. September, wenn Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem Parlament ihren Stand der Europäischen Union und ihre Pläne für das nächste Jahr vorstellt. Wir möchten, dass Sie sich der Debatte anschließen. Teilen Sie uns Ihre Meinung über Twitter, Facebook oder E-Mail in Text, Video oder Audio mit. Wir werden alle diese Stellungnahmen am 15. September zusammenfassen und vor der Debatte an die belgischen Europarlamentarier senden. Wir alle haben diesen Herbst einen Termin mit der Geschichte. Wir sollten den nicht verpassen.

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